7. November 1999

Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee,

Sonntag, 7. November 1999, 10.30 Uhr, in der Kirche Gerzensee

  • Anwesend: Vorsitz: Lehmann Verena (Präsidentin)
    37 stimmberechtigte Frauen und Männer
  • Protokoll: Zaugg Erna

Die Präsidentin begrüsst die Anwesenden und stellt fest, dass die Versammlung ordnungsgemäss publiziert wurde und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmberechtigt sind.

Der von der Präsidentin vorgeschlagene Stimmenzähler Willy Schärer, Panoramaweg 1, wird gewählt.

Weder eine Abänderung noch das Verlesen der Traktandenliste wird verlangt.

Verhandlungen

1. Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 6. Juni 1999.

Abstimmung: Das Protokoll wird ohne Abänderungsanträge einstimmig genehmigt.

2. Voranschlag 1999

2.1 Beratung und Genehmigung
Die Kassierin erläutert den Voranschlag, welchen sie mit Vreni Lehmann und Vreni Tanner erarbeitet hat. Es war schwierig, Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht zu halten. Alle Anwesenden erhalten einen Kopie des Budgets.
Das Eigenkapital betrug am 1. Januar 1999 noch Fr. 17,326.60.

Einzelheiten zu den Konti:
300 neu: Reinigung Amtsräume, Altersnachmittag, Betreuung Kirchenkaffee
301 Die Sigristin hat 5 Wochen Ferien, Stellvertretung Sigristin, KUW-Ferientag
311 Die Altardecke ist zu erneuern (Ausgabe abgestuft auf zwei Jahre)
314 Orgel stimmen, Glockenkontrolle, Dachreinigung, Heizung, Beleuchtung
316 zusätzlich: Verschreibung Kirche
318.04 Erhöhung der Steuerprovision des Kantons von 2 auf 3 %
365.01 Beiträge aus Kollektenkasse gemäss Liste, welche alle zwei Jahre angepasst wird
365.02/
367.01 Kollekten von Gottesdiensten
469.01 Ausgleich von 365.02 und 367.01
366 Vergabungen Weihnachten, Spitalbesuche, Trauerbesuche, Geburtstagsgeschenke
367.02 KEM: 2,000.--, HEKS: 2,000.--, Brot für alle erhielt bisher jährlich einen zusätzlichen
Beitrag aus der Kollektenkasse. Neu überweisen wir im einen Jahr die Einnahmen der
Haussammlung und im anderen nichts mehr.
400 Budgetierung aufgrund zu erwartender Einnahmen und Durchschnittszahlen
Die Jugendarbeit wird nach wie vor aus dem Jordi-Legat finanziert.
Das Budget sieht einen Aufwandüberschuss von Fr. 10,134.— vor.
Nelli Eggimann stellt ein Diagramm über die Ausgaben vor. Die Kirchgemeinde hat fast keinen Spielraum mehr. Das Kornhaus wirkt sich ebenfalls belastend aus. Für das Jahr 2001 muss wohl eine Steuererhöhung ins Auge gefasst werden.

Hans Martin Kaiser erkundigt sich, ob eine Erhöhung nicht schon auf 2000 erfolgen sollte. Da man eventuell mit zusätzlichen Einnahmen von Neuzuzügern rechnet, beabsichtigte man, noch ein Jahr zu warten. Zudem möchte der Kirchgemeinderat nicht zusätzliche Kirchenaustritte infolge höherer Steuern in Kauf nehmen.
Abstimmung: Die Versammlung stimmt dem Voranschlag 2000 einstimmig zu.

2.2 Festsetzung der Steueranlage

Es gehen keine Wortbegehren ein.

Abstimmung: Die Anwesenden stimmen dem bisherigen Steueransatz von 0,1840, d.h. 8 % der Staatssteuer einhellig zu.

Die Präsidentin dankt der Kassierin für ihren grossen Arbeitseinsatz.

Wahlen

Ein Mitglied des Kirchgemeinderates (Demission Stefan Bähni)
Die Präsidentin würdigt die Tätigkeit des scheidenden Mitgliedes in einem Rückblick. Sie übergibt ihm als Geschenk einen Kristall. Stefan Bähni bedankt sich dafür und für die gute Zeit im Rat. Er habe in diesen Jahren viele liebe Leute kennengelernt und möchte in der Kirchgemeinde zukünftig gerne auf der „praktischen“ Ebene mithelfen.
Als Nachfolger schlägt Vreni Lehmann Hans Martin Kaiser, Neuhaus, Sädelstrasse 19, zur Wahl vor.
Es gehen keine weiteren Vorschläge ein.

Abstimmung: Hans Martin Kaiser wird einstimmig gewählt.
Die Präsidentin dankt ihm für seine Bereitschaft, im Rat mitzuwirken.
Herrn Kaiser hat die Anfrage gefreut und überrascht. Er bedankt sich für das Vertrauen.

Rechnungsrevisor (Demission Alexander Glatthard)
Die Präsidentin dankt dem Rechnungsrevisor für seinen Einsatz. Herr Glatthard versah dieses Amt gerne und wünscht der Kirchgemeinde alles Gute für die Zukunft.
Für die Nachfolge schlägt Vreni Lehmann Andreas Dubler, Panoramaweg 4, zur Wahl vor.
Es gehen keine weiteren Vorschläge ein.
Die Vorsitzende erklärt den Vorgeschlagenen deshalb als gewählt. Sie ist froh, wieder eine Fachperson gefunden zu haben. Andreas Dubler dankt für die Wahl und freut sich auf das Amt.

Kirche

Genehmigung des Baurechtsvertrages
Ernst Huber orientiert. Bei der Neuvermessung stellte man fest, dass die Kirche der Einwohnergemeinde gehört. Gemeinde und Kirchgemeinde haben nun diesbezüglich Verhandlungen geführt. Er dankt der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit. Anhand einer Folie wird der heutige Zustand dargestellt. Die Parzelle 31 erfährt nun eine Aufteilung in die Nummern 31 und 952. Das Grundstück 31 umfasst Kirche und Friedhof, das 952 das Lehrerhaus. Auf Parzelle 31 wird ein unselbständiges Baurecht errichtet. Das Schöpfli gehört neu auch der Kirchgemeinde. Die Gemeinde erhebt keinen Baurechtszins. Sollte die Kirchgemeinde die Kirche verkaufen wollen, ginge sie zu den gleichen Bedingungen, d.h. zum Preis von Fr. 1.--, an die Gemeinde zurück.
Vertragskosten: Die Einwohnergemeinde übernimmt die Parzellierungskosten, die Kirchgemeinde kommt für Verschreibung und Eintrag ins Grundbuch auf (ca. Fr. 4,000.--).
Rudolf Tschannen befasste sich mit der Geschichte der Kirche. Er erzählt über die Entstehung von Gemeinden und Kirchgemeinden. Früher gehörten Kirche und Schule zusammen. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass sich Lehrerhaus (früher Schulhaus) und Kirche auf der selben Parzelle befinden. Nun müsse dies offenbar geändert werden.
Ernst Huber erklärt, dass es beim Belassen dieses Zustandes Probleme hätte geben können.
Hans Martin Kaiser fragt, ob sich betreffend Unterhalt etwas ändert.
Dies ist nicht der Fall, da die Kirchgemeinde bisher schon für solche Kosten aufkam.
Die Sigristin erkundigt sich, wer für die Umgebung der Kirche zuständig sei.
Das Baurecht umfasst nur die Kirche.
Der Gemeindepräsident, Ulrich Augstburger, dankt der Kirchgemeinde für die guten Verhandlungen und die gute Lösung. Er empfiehlt, den Vertrag zu genehmigen. Der Vertrag wurde beim Notar bereits von beiden Parteien unterzeichnet.
Auch die Kirchgemeindepräsidentin dankt für die angenehmen Gespräche.
Abstimmung: Die Versammlung stimmt dem Baurechtsvertrag ohne Gegenstimme zu.

Verschiedenes

Die Kirchgemeinde hat in diesem Traktandum nichts einzubringen.
Mechthild Schneider möchte die Anwesenden ermutigen, das „neu erworbene“ Gefäss zu füllen, Ideen, Kritik, Erfahrungen und Impulse einzubringen und so das Leben in der Kirchgemeinde mitzugestalten im Sinne einer offenen Such- und Weggemeinschaft.

Ernst Huber dankt Vreni Lehmann für ihren enormen Einsatz, den sie immer für die Kirchgemeinde leistet.
Die Präsidentin dankt allen, die sich für die Kirchgemeinde engagieren. Für sie ist es schön zu spüren, getragen zu werden.

Vreni Lehmann verweist noch auf die Präsenz der Kirchgemeinde Gerzensee im Internet. Hans Schneider setzte sich dafür ein und leistete grosse Arbeit dafür.
Sie dankt dem Pfarrer und seiner Frau für ihr immerwährendes Engagement zu Gunsten unserer Kirche. Allen die sich in irgendeiner Weise für das Wohl der Kirchgemeinde einsetzen spricht sie ebenfalls ihren herzlichen Dank aus.

Schluss der Versammlung: 11.30 Uhr.

NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG

Die Präsidentin: Die Sekretärin:

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