24. November 2008


Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee,
Montag, 24. November 2008, 20.00 Uhr, im Kornhaus Gerzensee


Anwesend:
Vorsitz: Bienz Hans (Vizepräsident)
Stimmberechtigte: 30 Frauen und Männer
Ohne Stimmrecht: Lüdi Andreas (Pfarrer)
Protokoll: Zaugg Erna

Entschuldigungen:    Eggimann Nelli, Lehmann Stefan, Kaiser Hans Martin und Verena, Augstburger Ueli und Romy


Der Vizepräsident begrüsst die Anwesenden zur heutigen Versammlung und gibt bekannt, dass er im Sinne einer Arbeitsteilung von nun an sowohl die Kirchgemeinderatssitzungen als auch die Kirchge-meindeversammlungen leiten wird. Hans Bienz stellt fest, dass die Publikation ordnungsgemäss erfolgte und mit Ausnahme von Andreas Lüdi alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmberechtigt sind.

Die Versammlung wählt die vorgeschlagene Stimmenzählerin Erika Jakob, untere Kirchenzelg 1, einstimmig. Der Vorsitzende verliest die Traktandenliste. Es wird keine Abänderung der Reihenfolge gewünscht.

Verhandlungen

1.    Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der letzten ordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom
25. Mai 2008. Hans Bienz informiert, dass das Votum von Fritz Meier geprüft wurde. Da die Kosten für Schafwolle unverhältnismässig höher sind, war es leider nicht möglich, für die Isolation im Kornhaus dieses Material zu verwenden.
Es gehen keine Abänderungsvorschläge ein.
Abstimmung: Das Protokoll wird einstimmig genehmigt. Die scheidende Sekretärin erhält einen herzlichen Applaus für alle Protokolle, die sie in den letzten Jahren geschrieben hat.

2.    Finanzplan

Kurt Wegmüller orientiert über den mit dem Beamer an die Wand projizierten Finanzplan 2008 - 2013. Im nächsten Jahr will der Kirchgemeinderat den Raum, in welchem wir uns jetzt gerade befinden, isolieren lassen (Kosten Fr. 10'000.-) , damit es weniger Heizöl braucht. Um die
Übertragungen von der Kirche ins Kornhaus zu optimieren, sollen im Multimedia-Bereich
Fr. 10'000.- investiert werden. In den Jahren 2009 und 2011 ist der Fensterersatz im Pfarrhaus geplant (Kosten je Fr. 28'000.-). 2011 und 2012 sind für die Renovation des Pfarrhauses die Beträge (Fr. 32'000.- bzw. Fr. 33'000.-) des vom Architekturbüro Schweyer + Marti erarbeiteten Kostenvoranschlages eingesetzt. Die Renovation der Kirchentoilette erfolgt später. Dort besteht momentan auch noch ein Wasserproblem.
Es gehen keine Fragen ein. Beim Finanzplan handelt es sich um ein Hilfsmittel, welches sich auch wieder ändern kann.

3.    Voranschlag 2009

3.1    Orientierung
    Anstelle der abwesenden Kassierin informiert Kurt Wegmüller über den Voranschlag 2009. Der Aufwand beläuft sich auf Fr. 279'439.-, der Ertrag auf Fr. 282'590.--, was einen Einnahmenüberschuss von Fr. 3'151.- ergibt. Einige Erläuterungen:
-     Besoldungen: Durch den Studienurlaub war der Betrag 2008 höher. Im 2009 vermindert sich der Betrag ebenfalls durch die Reduktion der Gottesdienste.
-    Übrige Veranstaltungen: Neue Anlässe (OeME-Tag, Themenabende), Weltgebetstag haben etwas höhere Kosten zur Folge.
-    Gebäudeunterhalt Kirche & Kornhaus: Der Mehraufwand im 2008 ist vor allem auf die Automatisation der Turmuhr zurückzuführen. Diese muss nun nicht mehr manuell nachgestellt werden.
-    Mieten: Nachdem im 2008 durch den Studienurlaub des Pfarrers nur ein halbes Jahr Miete für die Amtsräume anfiel, ist im 2009 wieder die gesamte Summe budgetiert.
-    Harmonisierte Abschreibungen: Diese machen 10 % des Verwaltungsvermögens aus.
-    Übrige Abschreibungen: Auch dieser Betrag ist in den Voranschlag aufzunehmen.
-     Beiträge an internationale Organisationen: Im Jahr 2009 ist wieder eine Haussammlung geplant.
-    Rückerstattungen: Diese sind 2008 wegen des Studienurlaubs höher, normalisieren sich im 2009 auf den bisherigen Betrag.
-    Pfarrhaus: Hier gibt es keine spezielle Bemerkungen.
-    Jugendarbeit: Bei Büromaterial- und Reisekosten variieren die Beträge je nach Anzahl Konfirmanden.
Die Diskussion wird nicht benützt, es gehen keine Fragen ein.

3.2    Festsetzung der Steueranlage
    Der Voranschlag basiert auf der bisherigen Steueranlage, das heisst, 0,207 % der einfachen Steuer. Der Vorsitzende ist froh, dass neben den festen Verpflichtungen auch noch Mittel für Investitionen zur Verfügung stehen.
    Es gehen keine Bemerkungen oder Fragen ein.
    Abstimmung: Die Genehmigung der Kirchensteueranlage von 0,207 % der einfachen Steuer erfolgt einstimmig.

3.3    Genehmigung des Voranschlages
    Nach der Vorstellung des Budgets 2009 gehen keine Wortbegehren ein.
    Abstimmung: Die Anwesenden genehmigen den Voranschlag 2009 mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 3'151.--, resultierend aus Einnahmen von Fr. 282'590.- und Ausgaben von
    Fr. 279'439.- einstimmig.

 4.    Reduktion des Anstellungsgrades des Pfarrers von 80 auf 60 %

    Die Präsidentin erklärt, dass es sich bei diesem Geschäft nicht um eine Rückstufung der Pfarrstelle in Gerzensee von Seiten des Kantons handelt. Diese bleibt gesamthaft bei 80 %. Eva Tschannen verliest das Gesuch von Pfarrer Hans Schneider um Reduktion seines Arbeitspensums auf 60 %. Unser Pfarrer möchte den Bereich Jugendarbeit (KUW, 7. bis 9. Klasse, Konfirmation, Konfreise, Einschreibegottesdienst, Adventsgottesdienst mit Orchester, Teilbetreuung Jugendtreff) einer jüngeren Kraft übertragen. Er stellt das Gesuch auch im Wissen, dass mit Andreas Lüdi (mit Gabriela Allemann Vertreter während seines Studienurlaubs) eine fähige Person zur Verfügung steht. Der letztjährige Vikar Urs Müller wurde angefragt, hat aber kein Interesse an einer Aufstockung seines Pensums. Nach den notwendigen Abklärungen bei der kantonalen Stelle befürwortet der Kirchgemeinderat das Begehren von Hans Schneider. Bewilligungsorgan ist jedoch die Kirchgemeindever-sammlung, da diese Hans Schneider als Pfarrer mit einer 80%-Stelle gewählt, bzw. wieder gewählt hat. Die Wahl der Person für das verbleibende Pensum liegt in der Kompetenz des Kirchgemeinderates,da dieses unter 40 % liegt.
    Aus der Versammlung gehen keine Fragen oder Bemerkungen zu diesem Traktandum ein.
    Abstimmung: Die Stimmberechtigten befürworten die Reduktion der Stellenprozente von Hans Schneider von 80 auf 60 einhellig.
    Die Präsidentin gratuliert Andreas Lüdi zu seiner Wahl. Der Kirchgemeinderat nahm diese unter Vorbehalt der Zustimmung der Pensenreduktion von Hans Schneider an der letzten Sitzung bereits vor.
    Andreas Lüdi dankt den Anwesenden für das Vertrauen. In den letzten Monaten lernte er die Kirchgemeinde Gerzensee bereits etwas kennen und weiss deshalb, worauf er sich einlässt.

5.    Wahlen

    5.1    Wahl von zwei Kirchgemeinderatsmitgliedern (Demissionen Anna Schmid und Erna Zaugg)
        "Essen" ist für Hans Bienz das umfassende Stichwort zur Aufgabe von Anna Schmid. Er dankt für ihre grosse Arbeit in den letzten acht Jahren. Erna Zaugg ordnet er das Stichwort "Lexikon" zu, da ihre Tätigkeit zu einem grossen Teil aus Sekretariatsaufgaben bestand.
        Beide Frauen werden mit einem herzlichen Applaus bedacht und an der Dezember-Ratssitzung verabschiedet.
        Der Kirchgemeinderat schlägt Lydia Hänni, Sädelstrasse 21, als Nachfolgerin von Anna Schmid vor.
        Dieser Vorschlag wird nicht erweitert.
        Abstimmung: Die Anwesenden wählen Lydia Hänni mit Applaus einhellig.
        Als Ersatz von Erna Zaugg schlägt der Kirchgemeinderat Sandra Krüger, Sädelstrasse 1, vor.
        Es gehen keine weiteren Vorschläge ein.
        Abstimmung: Sandra Krüger wird ebenfalls unter Applaus einstimmig gewählt.

5.2    Wahl einer Sekretärin der Kirchgemeinde (Demission Erna Zaugg)
    Für das Amt der neuen Sekretärin schlägt der Kirchgemeinderat die neue Kirchgemeinderätin Sandra Krüger, Sädelstrasse 1, vor.
    Abstimmung: Die Anwesenden wählen Sandra Krüger einstimmig mit Applaus.
   
    5.3    Wiederwahl eines Mitgliedes des Kirchgemeinderates
        Das bisherige Mitglied Kurt Wegmüller steht nach vier Jahren zur ersten Wiederwahl.
        Abstimmung: Kurt Wegmüller wird mit Applaus einstimmig wiedergewählt.

    5.4    Wiederwahl einer Rechnungsrevisorin
    Monika Balsiger ist als Rechnungsrevisorin der Kirchgemeinde Gerzensee wieder zu wählen. Sie ist heute Abend nicht anwesend.
    Abstimmung: Die Wiederwahl von Monika Balsiger erfolgt einstimmig.

 6.    Berichte aus Ressorts und Pfarramt

    Liegenschaften
    Kurt Wegmüller informiert, dass die Orgel in absehbarer Zeit einmal revidiert werden muss. Gemäss der Firma Goll kosten diese Arbeiten ca. Fr. 30'000.--. Der Kirchgemeinderat trifft in nächster Zeit weitere Abklärungen.
    Die Offerte für die Isolation der Wände im 1. Stock des Kornhauses beläuft sich auf Fr. 3'000.-. In diesem Verfahren wird das Material Isofloc durch Löcher in der Wand in die Zwischenräume eingeblasen. Die Idee ist, in ca. zwei Jahren auch die Decke so zu isolieren.
    Kurt Wegmüller zeigt ein paar Bilder vom Obergeschoss. Die Arbeiten sind ausser der Montage von ein paar Leuchten abgeschlossen. Der Kirchgemeinderat zeigt sich vom Ergebnis sehr zufrieden. Der Kredit wird nicht überschritten. Hans Bienz dankt Erika Jakob für die Reinigungsarbeiten in diesem Zusammenhang.
    Pfarramt
    Andreas Lüdi pickt einige "highlights" aus den vergangenen Monaten der Pfarrvertretung heraus. Er erzählt vom gelungenen, intensiven KUW-Wochenende der 7. Klasse, welches von Escholzmatt auf den Napf führte und den Jugendlichen einen 5-stündigen Marsch bescherte, bei welchem sie sich wacker hielten. Der KUW-Unterricht mit den 9. Klässlern macht Spass, der Pfarrer freut sich auf Konfirmation und Konfreise. Gottesdienste gab es in der Vertretungszeit nicht viele. Er selber war erst beim vielseitigen Einschreibegottesdienst involviert.
    Kirchgemeinderat
    Die Präsidentin orientiert über die Überarbeitung des Veranstaltungskalenders. Im 2009 wird es keine Vertretergottesdienste mehr geben (immer sehr schlecht besucht). Die 28 verbleibenden Gottesdiensten teilen sich wie folgt auf: Immer am 2. Sonntag jeden Monats, Feiertage, Spezialgottesdienste, weitere. Bei den Zeiten der Stille gibt es im 2009 einige Abweichungen. Mechthild Schneider, welche diese Anlässe organisiert, macht im nächsten Jahr eine Pause. Die Präsidentin dankt ihr herzlich für ihren Einsatz. Am 14. November 2009 wird eine spezielle Orgelmatinee zum 20-jährigen Jubiläum stattfinden. Infolge schlechter Nutzung fällt das Angebot "offenes Kornhaus" weg. Der Kindertreff erhält in der Durchführung von Kindernachmittagen (dreimal im Jahr am Samstagnachmittag) eine neue Form und wird von Heidi Stalder, Sandra Krüger und Chantal Chamoun betreut. Neu gibt es zwei Themenabende, der erste mit Christa Steiger, welche über das Hilfswerk Bolivien berichtet, findet am 14. Januar 2009 statt. Die Altersnachmittage bleiben gleich.
    Fragen: Willy Schärer war Mitglied des Kirchgemeinderates als die Orgel eingebaut wurde und beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema. Damals liess man Platz für ein weiteres Register. Er wünscht sich, dass dieses zum 20-jährigen Jubiläum eingebaut wird. Kurt Wegmüller informiert, dass im oben genannten Betrag ein Zusatzregister enthalten, aber noch nicht sicher ist, dass der Einbau auch tatsächlich erfolgt (Kostenfrage).
    Jugendarbeit
    Daniel Krieg orientiert über den Elternabend zum Thema "neue Medien", welcher am 19. November 2008 in Zusammenarbeit mit dem Elternverein stattfand. Der von 32 Personen besuchte Anlass war sehr gut und wertvoll.
    In letzter Zeit sah man sich in der Gemeinde mit Sprayereien konfrontiert. Daniel Krieg suchte diesbezüglich das Gespräch mit den Jugendlichen. Er freute sich, dass sich sechs Personen, welche nicht in die Taten involviert sind, spontan zur Mithilfe bei der Reinigung bereit erklärten. Der Jugendtreffverantwortliche appelliert an die Anwesenden, den Jugendlichen diese Missetaten nicht zu sehr anzukreiden.

 7.    Orientierungen

-     Friedrich Meier hofft, dass die Eltern der jugendlichen Sprayer ihre Verantwortung wahrnehmen. Zudem sollten sie es nicht dulden, dass zahlreiche Jugendliche so lange im Dorf unterwegs sind. Bei der Landi, einem ihrer Treffpunkte, herrscht oft Lärm bis spät in die Nacht.
    Hans Bienz gibt zu bedenken, dass der Aufenthalt der Jugendlichen ausserhalb des Jugendtreffs nicht das Problem der Kirchgemeinde ist. Daniel Krieg ermuntert die Anwesenden, die "Nachtschwärmer" direkt anzusprechen. Leider legen nicht wenige Eltern ihren Kindern gegenüber oft Gleichgültigkeit an den Tag.
-    Heidi Stalder findet es schön, dass die heutige Kirchgemeindeversammlung an einem Abend während der Woche stattfindet. Hans Bienz erklärt, dass es sich um einen Versuch handelt und die Daten für 2009 noch nicht festgelegt sind. Es ist gut möglich, dass die Kirchgemeindeversammlungen auch zukünftig abends stattfinden.

Hans Bienz bedankt sich bei allen herzlich, die sich für die Kirchgemeinde einsetzen und so das Funktionieren unserer Kirchgemeinde ermöglichen.

Schluss der Versammlung: 21.20 Uhr.


NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG
Der Vize-Präsident: Hans Bienz                            Die Sekretärin: Erna Zaugg





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