24. November 1996

Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee,

Sonntag, 24. November 1996, 10.40 Uhr, in der Kirche Gerzensee

  • Anwesend: Vorsitz: Lehmann Verena (Präsidentin)
    27 stimmberechtigte Frauen und Männer
  • Entschuldigungen: Schneider Hans und Mechthild, Gfeller Elisabeth
  • Protokoll: Zaugg Erna

Die Präsidentin begrüsst die Anwesenden und stellt fest, dass alle Personen stimmberechtigt sind.

Die von ihr vorgeschlagene Stimmenzählerin Hanna Tanner, Dorfstrasse 18, wird gewählt.

Niemand verlangt eine Abänderung der Traktandenliste. Die Vorsitzende orientiert, dass in Traktandum 3 (Wahlen) noch eine weitere Wiederwahl ansteht, welche nicht publiziert wurde. Es handelt sich um die Delegierte der OeME-Kommission, Liselotte Lang, untere Kirchenzelg 13. Es werden keine Einwände gegen diese zusätzliche Wahl erhoben.

Bezugnehmend auf die letzte Versammlung orientiert die Vorsitzende, dass Herr Per Lundsgaard-Hansen aus der lutheranischen Kirche ausgetreten und offiziell in die reformierte Kirche aufgenommen worden ist.

Verhandlungen

1. Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 23. Juni 1996.

Abstimmung: Das Protokoll wird ohne Abänderungsanträge einstimmig genehmigt.

2. Voranschlag 1997

Beratung und Genehmigung

Der Kassier erläutert das Budget 1997. Alle Anwesenden sind im Besitz eines Zusammenzugs. Auf der Ausgabenseite fallen markant ins Gewicht:

Rückstufung der Pfarrstelle von 100 auf 80 % (weniger Kosten für den Kanton, mehr für die Kirchgemeinden)

KUW

Kauf und Ausbau der Pfrundscheune, später deren Unterhalt

Unter diesen Bedingungen rechnete man beim Ertrag mit einer Kirchensteuer von 8 % (bisher 7 %). In den meisten Kirchgemeinden unseres Amtes gilt bereits heute ein höherer Steuersatz als in Gerzensee.

Die Gesamtsteuerbelastung beträgt 4,984 %. Davon macht die Kirchensteuer 0,184 % (bisher 0,161 %) aus.

Auch unter Berücksichtigung der Steuererhöhung ergibt sich für 1997 ein Defizit.

Gesamtausgaben: Fr. 199,400

Gesamteinnahmen: Fr. 174,900

Ausgabenüberschuss Fr. 24,500

Folgende Konten weisen die grössten Veränderungen aus:

Konto-Nummer Bezeichnung Betrag Grund/Bemerkungen

331 Harmonisierte Abschreibungen 30,000.-- 24,000.-- Pfrundscheune

4,800.-- Restwert Orgel

322 Zins (Hypothek) 2,500.-- Pfrundscheune

312 Wasser, Energie, Heizmaterial 7,000.-- Pfrundscheune

314 Dienstleistungen Dritter für den

baulichen Unterhalt 6,000.-- Pfrundscheune

316.01 Parkplatz / Amtsräume 11,400.-- Miete für Benützung der Amtsräume (neu). Der Kanton verlangt Fr. 7,300.--. Betreffend der Höhe sind noch Ver- handlungen im Gang.

Büro Pfarrer (PC, Drucker, etc.)

301 Besoldungen 34,600.-- Mitarbeiterinnen KUW, Organisten

ohne Nummer Ertrag Pfrundscheune 2,000.-- neues Konto (später ev. höhere Ein- nahmen)

Für die Jugendarbeit erfolgt auch 1997 eine separate Budgetierung. Die KUW-Löhne werden der ordentlichen Rechnung belastet.

Zusammen mit dem Gemeindekassier wird ein provisorischer Finanzplan erstellt. Prognosen:

Für 1997 und 1998 muss noch mit einem Defizit gerechnet, für 1999 kann von einem ausgeglichenen Haushalt ausgegangen werden.

Diskussion: Ritz Walter erkundigt sich über die Höhe des Mietzinses für die Pfarrwohnung.

Der Zins ist seit dem 1.7.1996 direkt dem Kanton zu entrichten. Ein Mietvertrag

liegt noch nicht vor. Früher lag der angerechnete Eigenmietwert bei ca. Fr. 1,500.--.

Abstimmung: Der Voranschlag 1997 wird ohne Gegenstimme genehmigt.

Festsetzung der Steueranlage

Da bereits im ersten Teil dieses Traktandums ausführlich orientiert wurde und keine weiteren Fragen vorliegen, erfolgt umgehend die

Abstimmung: Die Anwesenden genehmigen die Erhöhung der Kirchensteuer um 1 % (d.h. von 7 auf 8 % der Staatssteuer) einstimmig.

3. Wahlen

a) Wiederwahl eines Mitgliedes des Kirchgemeinderates

Veronika Keusen-Zbinden, Schützenfahrstrasse 12, wird einstimmig für eine weitere Amtsdauer

wiedergewählt.

b) Wiederwahl eines Mitgliedes der Bezirkssynode

Fritz Bürgi, Schützenfahrstrasse 17, wird ohne Gegenstimme wiedergewählt.

c) Wahl von zwei Mitgliedern der Bezirkssynode

Hans Ulrich Schäfer und Elisabeth Gfeller reichten ihre Demission ein. Als Nachfolgerinnen

schlägt der Kirchgemeinderat vor:

- Marianne Freiburghaus-Pfister, Dorfstrasse 8

- Marianne Winkler, Dorfstrasse 25

Es gehen keine weiteren Vorschläge ein.

Abstimmung: Die beiden vorgeschlagenen Frauen werden einstimmig gewählt.

d) Wiederwahl eines Mitgliedes der OeME-Kommission

Liselotte Lang-Gutknecht, untere Kirchenzelg 13, wird ohne Gegenstimme wiedergewählt.

4. Baurechtsvertrag

Genehmigung

Ernst Huber erläutert den Vertrag, der auf 1.1.1997 gilt. Es wird eine separate Parzelle ausgeschieden, da sich das Gebäude im übrigen Gemeindegebiet (Landwirtschaftszone) befindet. Der Regierungsstatthalter hat seine Zustimmung zugesichert. Die Pfrundscheune gehört zukünftig nicht mehr zum Pfarrhaus.

Das neue Grundstück misst 292 m2. Bei einem m2-Preis von Fr. 225.-- und einem Zinssatz von

5 % ergibt sich ein Baurechtszins von Fr. 3,285.-- pro Jahr, was im Rahmen ist. Der Betrag wird jeweils dem Index angepasst.

Das Baurecht dauert 50 Jahre. Eventuell ist es möglich, das Land zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben. Es muss ein Grundpfandschein errichtet werden. Die Verschreibungskosten gehen zu Lasten der Kirchgemeinde. Wasser- und Heizungsanschluss (Pfarrhaus) sind in einer separaten Vereinbarung zu regeln. Neu muss der Pfarrer für das Wasser bezahlen.

Es werden keine weiteren Fragen gestellt.

Abstimmung: Die Genehmigung des Baurechtsvertrags erfolgt einstimmig.

5. Verschiedenes

Pfrundscheune

Ernst Huber orientiert über den aktuellen Stand. Das Baugesuch wurde eingereicht. Zwei Ausnahmegesuche (Unterschreitung Raumhöhe im 2. Stock, Bauen in der Landwirtschaftszone) mussten nachgeliefert werden. Im Januar 1997 sollte man mit dem Bau beginnen können.

Der Vizepräsident dankt der Präsident für ihren grossen Einsatz im ersten Halbjahr ihres Amtes. In dieser Zeit hatte sie ein grosses Mass an Arbeit zu bewältigen.

Es gehen keine weiteren Wortbegehren ein.

Die Präsidentin dankt (namentlich) allen, die für die Kirchgemeinde tätig sind und wünscht eine frohe und be sinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

Schluss der Versammlung: 11.30 Uhr. NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG

Die Präsidentin: Die Sekretärin:

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