2. Juli 2000

Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee,

Sonntag, 2. Juli 2000, 10.35 Uhr, in der Kirche Gerzensee

  • Anwesend: Vorsitz: Lehmann Verena (Präsidentin)
    32 stimmberechtigte Frauen und Männer
  • Protokoll: Zaugg Erna
  • Entschuldigungen: Hans und Martha Leuenberger, Hans Ulrich und Elisabeth Schäfer, Hans und Margrit Dietrich

Die Präsidentin begrüsst die Anwesenden und stellt fest, dass die Versammlung ordnungsgemäss publiziert wurde und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausser Meret Huber stimmberechtigt sind.

Die von der Präsidentin vorgeschlagene Stimmenzählerin Annemarie Dubler, Panoramaweg 4, wird gewählt.

Niemand verlangt eine Abänderung oder das Verlesen der Traktandenliste.

Verhandlungen

1. Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 7. November 1999.

Abstimmung: Das Protokoll wird ohne Gegenstimme genehmigt.

2. Rechnung 1999

2.1 Orientierung und Beratung
Nelli Eggimann erläutert die Rechnung anhand einer Folie. Das Ergebnis fällt im Vergleich mit dem Voranschlag sehr positiv aus. Nachdem man einen Aufwandüberschuss von
Fr. 3,050.— bugetiert hatte, resultiert nun ein Ertragsüberschuss von Fr. 5,717.35. Die Begründung für diese Tatsache liegt bei den um Fr. 14,000.— höheren Steuereinnahmen (vor allem infolge von höheren Vermögens-, Vermögensgewinn- und Erbschaftssteuern). Der letzte positive Abschluss geht auf das Jahr 1994 zurück. Die Aufwendungen im Jahr 1999 betrugen Fr. 189,519.05, die Erträge Fr. 195,236.40. Der Kirchgemeinderat beschloss, den Ueberschuss dem Eigenkapital zuzuweisen, welches am 1.1.2000 mit Fr. 23,043.95 zu Buche stand.
Konten mit Abweichungen von mehr als Fr. 500.--:

Konto-Nummer Erläuterung
301 Mehraufwand Trauungen, Stellvertretung Pfarrer und Sigristin,
Sekretariat
312 neu: Rechnung der Gemeinde von Fr. 150.— für Kanalisationsbe-
nützungsgebühren, höhere Stromkosten für das Kornhaus
314 Aschenbecher bei Kirche und Kornhaus, Schlüssel Kornhaus,
Mikrofonkabel
331 zu wenig budgetiert

318.01 km-Entschädigung und Telefonspesen wurden nur für ½ Jahr berech-
net, Bankspesen

Es gehen keine Fragen zur erläuterten Rechnung ein.

2.2 Genehmigung der Nachkredite

Das Konto 318.01 überschreitet den budgetierten Betrag um Fr. 2,693.10 aus dem oben bereits erwähnten Grund. Das Konto 503 Investitionen (nicht auf dem Blatt) hebt sich wieder auf. Es enthält die Rechnung der Gemeinde für die Parzelle 923 (Kornhaus) für den Kanalisations- und ARA-Anschluss (Fr. 4,590.--) sowie die Verschreibungs- und Grundbuchgebühren für die Kirche (die Rechnung des Notars liegt noch nicht vor) im Betrag von Fr. 4,500.--. Dank des guten Abschlusses konnten die beiden Aufwendungen in der Rechnung 1999 verbucht werden.
Abstimmung: Die Nachkredite werden einstimmig genehmigt.

2.3 Genehmigung der Jahresrechnung

Die Abschreibungen betragen 10 % des Verwaltungsvermögens. Dieses setzt sich wie folgt

zusammen: Kornhaus (Fr. 240,211.--), Anteilschein Wohnbaugenossenschaft Schmittengut (Fr. 5,000.--), Kirche, Orgel und Fahrnis (je Fr. 1.--).
Der Revisor Andreas Dubler erklärt, dass die Rechnung sehr seriös geführt werde und empfiehlt diese zur Genehmigung.
Abstimmung: Die vorliegende Rechnung 1999 wird einstimmig gutgeheissen.

Die Präsidentin dankt der Kassierin für ihre grosse Arbeit und den Revisoren für die Prüfung der Rechnung.

Organisationsreglement Kirchlicher Bezirk Seftigen
Art. 3: Rechtsform, Beratung

Liselotte Lang orientiert. Weil Kehrsatz vor ein paar Jahren neu in den Bezirk aufgenommen wurde und infolge anderer gesetzlicher Fragen musste ein neues Organisationsreglement erstellt werden. Damit das neue Reglement in Kraft gesetzt werden kann, muss Artikel 3 allen Kirchgemeindeversammlungen zur Genehmigung unterbreitet werden. Dabei handelt es sich um die Frage der Rechtsform des Bezirks. Der genannte Artikel lautet:

Der Bezirk hat eigene Rechtspersönlichkeit gemäss Art. 62 Kirchengesetz: „Rechtspersönlichkeit erlangt der Bezirk durch Beschluss einer Mehrheit der Kirchgemeinden, wenn diese gleichzeitig die Mehrheit der Kirchenmitglieder des Bezirks umfassen“.

Es braucht also sowohl eine Mehrheit der Kirchgemeinden, als auch eine Mehrheit der Kirchenmitglieder des Bezirks. Auf diese Weise können z.B. drei grosse Kirchgemeinden die Kleinen nicht überstimmen.

Die gleiche Regelung gilt auch für die allfällige spätere Uebernahme von neuen Aufgaben mit personellen und finanziellen Konsequenzen im Bezirk. Mit dieser Rechtsform wäre unser Bezirk gerüstet für die zunehmend aktueller werdende Regionalisierung übergreifender Aufgaben der Kirche, also von Aktivitäten, die über die einzelnen Kirchgemeinden hinausgehen.

Es gehen keine Fragen ein.

Abstimmung: Der Artikel 3 des Organisationsreglementes des Kirchlichen Bezirks Seftigen
wird einstimmig genehmigt.

Wahlen

Wahl eines Mitgliedes des Kirchgemeinderates (Demission Ernst Huber)

Der Kirchgemeinderat ist daran, ein neues Organisationsreglement zu erstellen. Darin wird die Amtsdauer aller Mitglieder jeweils vom 1.1. – 31.12. dauern. Aus diesem Grund werden die Amtsdauern der zu Wählenden um ½ Jahr verlängert, d.h. bis am 31. Dezember 2004.
Für die Nachfolge von Ernst Huber schlägt der Kirchgemeinderat Anna Schmid-Fankhauser, Ochsenmatt, Kohlhüttenweg 2, vor. Man hielt nach einer Frau Ausschau, die die Aufgaben im Bereich Hauswirtschaft übernehmen kann. Vroni Keusen wird das neue Mitglied einarbeiten.

Bei der nächsten Vakanz ist ein Mann zur Wahl vorzuschlagen.

Anna Schmid wird der Versammlung vorgestellt. Sie hat bereits bei verschiedenen kirchlichen Anlässen mitgewirkt.

Es gehen keine weiteren Wahlvorschläge ein.

Abstimmung: Anna Schmid wird einstimmig gewählt.

Die Präsidentin dankt Frau Schmid für ihre Bereitschaft und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Anna Schmid bedankt sich für das Vertrauen und erklärt Annahme der Wahl.

Für die weiteren Wahlen übernimmt Ernst Huber die Leitung der Versammlung, da die Präsidentin involviert ist.

Wiederwahl von drei Mitgliedern des Kirchgemeinderates

Verena Lehmann-Augstburger, Verena Tanner-Stalder und Erna Zaugg-Lüthi stehen zur Wiederwahl. Die drei Frauen stellen sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung.

Abstimmung: Verena Lehmann, Verena Tanner und Erna Zaugg werden einstimmig wiedergewählt. Ernst Huber dankt allen für ihre Bereitschaft, weiterhin mitzuwirken.

Wiederwahl der Präsidentin der Kirchgemeinde

Verena Lehmann-Augstburger erklärt sich bereit, ihr Amt weiterzuführen. Sie verrichtet ihre grosse Arbeit sehr gewissenhaft. Das schätzen wir sehr.

Abstimmung: Die Wahl der Präsidentin erfolgt einstimmig.

Vreni Lehmann bedankt sich für das Vertrauen. Sie freut sich, mit Ratsmitgliedern und Pfarrer weiterhin zusammenarbeiten zu können.

Wahl des Vize-Präsidenten der Kirchgemeinde

Mit dem Rücktritt von Ernst Huber ist auch das Vize-Präsidium neu zu besetzen. Hans Martin Kaiser stellt sich für dieses Amt zur Verfügung.

Abstimmung: Hans Martin Kaiser wird einstimmig gewählt.

Er bedankt sich für das Vertrauen und hilft gerne mit.

Wiederwahl der Sekretärin der Kirchgemeinde

Erna Zaugg-Lüthi erklärt sich bereit, das Sekretariat weiterhin zu führen. Wir sind froh, dass diese Arbeit so zuverlässig erledigt wird.

Abstimmung: Die Wahl von Erna Zaugg erfolgt einstimmig.

Wiederwahl einer Rechnungsrevisorin

Die Amtsdauer von Monika Balsiger ist Ende Juni 2000 abgelaufen. Sie steht nun zur Wiederwahl.

Abstimmung: Die Rechnungsrevisorin wird einstimmig wiedergewählt.

Vreni Lehmann dankt dem scheidenden Ernst Huber für das achtjährige Mitwirken im Kirchgemeinderat. Er nahm sich mit Freude und Engagement seiner Arbeit an und machte nie Spesen dafür geltend. Sein Ressort umfasste den Bereich Liegenschaften. In den letzten Jahren befasste er sich hauptsächlich mit dem Kornhaus. Der Dienstbarkeitsvertrag ist bald fertiggestellt. Die Vermietung des Kornhauses übernimmt ab 1. Juli 2000 Erika Jakob.

Als kleine Anerkennung für seinen Einsatz übergibt die Präsidentin Ernst Huber einen Gutschein des Hotels Moosegg, da er sich gerne im Emmental aufhält.

Verschiedenes

Orgeldienst
Vreni Lehmann orientiert, dass Hans Leuenberger seinen Orgeldienst auf Ende 1999 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Therese Räss erklärte sich daraufhin spontan bereit, mehr Dienste zu übernehmen. Die noch verbleibenden Anlässe werden mit Vertretungen geregelt. Auf das Jahr 2001 muss für ca. 20 Stellenprozente ein Organist oder eine Organistin gesucht werden. Eventuell ergibt sich eine Lösung aus den bevorstehenden Vertretungen. Der Kirchgemeinderat hofft, dass Hans Leuenberger zum Abschied noch einmal an einem Gottesdienst spielen kann.


Jordi-Legat

Rudolf Tschannen überlegte sich, was Lina Jordi seinerzeit wohl bewog, der Kirche Geld für die Sonntagsschule zu vermachen. Sie glaubte vielleicht, dass so auf ewig genug finanzielle Mittel für die Sonntagsschule vorhanden wären. Die Fr. 147,000.— haben nach 30 Jahren kaum mehr 1/3 des damaligen Wertes. Es wäre schade, wenn das Geld durch die Entwertung immer mehr abnehmen würde. Was könnte man tun, damit das Legat in seinem Wert erhalten bleibt? Man könnte zu dieser Frage Ueberlegungen anstellen. Rudolf Tschannen hat selber keine Lösung.

Er illustriert die Problematik anhand von Holzrechten, welche die Gemeinde früher einmal im Gurnigel besass und welche sie später verkaufte.

Statt teures Geld bei der Bank aufzunehmen, verzinst die Kirchgemeinde das Geld des Jordi-Legats. Man ist daran, abzuklären, was mit dem Geld gemacht werden könnte.

Die Präsidentin dankt allen, die sich immer wieder für die Kirchgemeinde engagieren.

Schluss der Versammlung: 11.35 Uhr.

NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG

Die Präsidentin: Die Sekretärin:

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