18. November 2001

Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee,

Sonntag, 18. November 2001, 10.35 Uhr, in der Kirche Gerzensee

  • Anwesend: Vorsitz: Lehmann Verena (Präsidentin)
    37 stimmberechtigte Frauen und Männer
  • Protokoll: Zaugg Erna
  • Entschuldigungen: Erika und Willy Schärer, Heidi Stalder,

Die Präsidentin begrüsst die Anwesenden und stellt fest, dass die Versammlung ordnungsgemäss publiziert wurde und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmberechtigt sind.

Die Versammlung wählt den von der Präsidentin vorgeschlagenen Stimmenzähler Hans Rutschi, Schützenfahrstrasse 10, einstimmig.

Eine Abänderung oder das Verlesen der Traktandenliste wird nicht verlangt.

Verhandlungen

1. Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 24. Juni 2001.

Abstimmung: Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

2. Finanzplan 2002 - 2006

Die Kassierin informiert anhand des Investitionsprogramms über die geplanten Investitionen. Der Hauptzweck des Finanzplanes ist, einen ausgeglichenen Haushalt zu realisieren. Das Schriftstück wird jährlich angepasst. Der vorliegende Plan wurde im Kirchgemeinderat mehrmals diskutiert.

Im nächsten Jahr plant man den Einbau einer Lautsprecheranlage in der Kirche. Dafür war im früheren Finanzplan ein Betrag von Fr. 3,000.-- vorgesehen. Damals ging man davon aus, dass eine Lösung mit der bestehenden Anlage möglich ist. Beurteilungen und Kostenvoranschläge von Fachpersonen zeigen aber ein anderes Bild. Fr. 17,000.-- sind viel Geld, doch der Rat ist überzeugt, dass die geplante Anlage der Kirche lange Zeit gute Dienste leisten wird.

Folgende Investitionen sind in den nächsten Jahren weiter geplant:

2003: Sanierung WC bei der Kirche Fr. 3,000.--

Parkplatz Fr. 9,000.--

EDV-Anlage Fr. 4,000.--

2004: Dach Kornhaus Fr. 80,000.--

2005: Renovation Chor (Boden, Heizung) Fr. 60,000.--

später: Renovation Schiff Fr. 150,000.--

Es gehen weder Fragen zum Finanzplan 2002 - 2006 noch Fragen betreffend Lautsprecheranlage an Kurt Wegmüller ein.

Bei diesem Traktandum handelt es sich ausschliesslich um eine Orientierung.

3. Voranschlag 2002

3.1 Orientierung, Beratung

Nelli Eggimann erläutert das Budget für das nächste Jahr. Bei grösseren Posten informiert sie im Detail. Sie erklärt, was die einzelnen Konten alles enthalten.

Der Gesamtaufwand beträgt Fr. 187,750.--, der -ertrag Fr. 194,915.--. Es resultiert ein Einnahmenüberschuss von Fr. 7,165.--. Das Eigenkapital steht mit Fr. 20,954.95 zu Buche. Bis 2003 sollte dieses gemäss Finanzplan auf ca. Fr. 50,000.-- anwachsen.

Spezielles: - Der Kirchgemeinderat will im nächsten Frühjahr ein Leitbild erstellen. Die Kos-

ten dafür werden auf zwei Jahre verteilt (je Fr. 1,500.--).

- Neu verlangt die Gemeinde einen Beitrag für das Meteorwasser.

- Die Schuld bei der SLM beträgt neu Fr. 80,000.--. Man konnte zweimal je
Fr. 10,000.-- amortisieren.

- 2002 findet keine Haussammlung statt.

- Der Steuerertrag wurde aus dem Durchschnitt der letzten drei Jahre errechnet.
Dieser variiert, da immer auch noch Steuern aus Vorjahren (bis fünf Jahre zu-
rück) enthalten sind.

- Bei der Jugendarbeit fallen infolge der viel geringeren Zahl Konfirmanden we-

niger Aufwendungen an.

Die Diskussion wird nicht benützt.

3.2 Genehmigung des Voranschlages und Festsetzung der Steueranlage

Der Steuerertrag wurde mit einem unveränderten Steueransatz von 0,207 errechnet.

Es gehen keine Fragen ein.

Abstimmung: Das Budget 2002 und der Steuersatz von 0,207 finden einhellige Zustimmung.

4. Wahlen

4.1 Wahl eines Mitgliedes des Kirchgemeinderates (Demission Verena Lehmann-Augstburger)

Der Kirchgemeinderat schlägt Frau Sonja Winkler-Hess, obere Kirchenzelg 13, als neues
Mitglied vor. Sie dürfte allen Anwesenden bekannt sein.

Es gehen keine anderen Wahlvorschläge ein.

Abstimmung: Sonja Winkler wird einstimmig gewählt.

4.2 Wahl eines Präsidenten der Kirchgemeinde (Demission Verena Lehmann-Augstburger)

Hans Martin Kaiser, der bisherige Vize-Präsident, stellt sich für dieses Amt zur Verfügung. Der Kirchgemeinderat ist sehr froh über diese Zusage.

Es werden keine weiteren Vorschläge gemacht.

Abstimmung: Die Wahl von Hans Martin Kaiser erfolgt einstimmig.

Der neue Präsident dankt für das Vertrauen. Es ist sein Bestreben, dieses zu rechtfertigen. Er lobt die gute Stimmung im Kirchgemeinderat, ohne die er das Amt nicht angenommen hätte und weiss auch um die Unterstützung der Pfarrfamilie. In der heutigen Zeit, wo Kirche eher "out" ist, erscheint ihm ein solche Funktion nicht einfach. Hans Martin Kaiser freut sich auf die Ausarbeitung eines Leitbildes und ist gespannt, was aus diesem Prozess resultiert. Er bittet die Kirchgemeindemitglieder, sich bei ihm oder einem Ratsmitglied zu melden, wenn ihnen in der Kirche Gerzensee etwas nicht gefällt.

Mit dieser Wahl fällt es Vreni Lehmann gar nicht so schwer, ihr Amt abzugeben. Sie dankt Hans Martin Kaiser, dass er ihre Nachfolge antritt.

4.3 Wahl eines Vize-Präsidenten der Kirchgemeinde

Mit der Wahl von Hans Martin Kaiser zum Präsidenten wird das Amt des Vize-Präsidenten vakant. Hans Bienz stellt sich dafür zur Verfügung. Er ist der Amtsälteste im Rat. Er gehört ihm seit 1993 an.

Der Vorschlag wird nicht erweitert.

Die Präsidentin erklärt Hans Bienz als gewählt.

4.4 Wiederwahl eines Mitgliedes des Kirchgemeinderates

Die erste Amtsdauer von Nelli Eggimann ist abgelaufen.

Da keine Wortmeldungen eingehen, erklärt die Präsidentin Nelli Eggimann als wiedergewählt.

4.5 Wiederwahl der Kassierin der Kirchgemeinde

Nelli Eggimann versieht die Funktion der Kassierin seit vier Jahren und stellt sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung.

Es meldet sich niemand zu Wort.

Die Präsidentin erklärt Nelli Eggimann als Kassierin der Kirchgemeinde als wiedergewählt und dankt ihr für die Weiterführung ihres Amtes.

5. Kirchliche Volksabstimmung

Revision der Verfassung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Bern vom 19. März 1946

In der letzten Ausgabe des Saemann wurde auf der Gemeindeseite über die Abstimmung informiert. Die Kirchensynode hat folgende Teilrevisionen beschlossen, welche nun auch noch von den stimmberechtigten Kirchenmitgliedern genehmigt werden müssen:

- Mitglieder der Kirchensynode, die während der Legislaturperiode aus dem Wahlkreis wegziehen und in einer anderen Kirchgemeinde des bernischen Kirchengebiets Wohnsitz nehmen, können das Synodemandat bis zum Schluss der Legislaturperiode beibehalten.

- Die Zahl der Mitglieder des Synodalrates wird per 1. April 2003 von neun auf sieben reduziert.

- Die Bestimmung, wonach die Kirchensynode die Geschäftsordnung des Synodalrates erlässt,

wird gestrichen.

- Die Kirchensynode erlässt zu den Beiträgen der Kirchgemeinden die notwendigen Ausfüh-

rungsbestimmungen in einem referendumspflichtigen Erlass.

- Die Kirchensynode kann eine Rekurskommission errichten. Diese behandelt Beschwerden a) in

gesamtkirchlichen Angelegenheiten und b) in Kirchgemeindeangelegenheiten, falls keine kan-

tonale Stelle zuständig ist.

Die Präsidentin erklärt kurz den Ablauf der Abstimmung. Sie liest die Publikation im Saemann vor, macht die Kurzform auf einer Folie an der Leinwand sichtbar und geht Frage um Frage durch. Die Stimmzettel werden verteilt und dann wieder eingesammelt. Die Resultatausmittlung erfolgt nach der Versammlung.

6. Verschiedenes

Liselotte Lang verlässt die Gemeinde Gerzensee im März 2002. Sie hat sich bereiterklärt, die Amtsdauer (bis Ende Juni 2002) trotzdem noch zu vollenden.

Im Jahr der Freiwilligen dankt die Präsidentin allen Freiwilligen in unserer Kirchgemeinde. Nur dank ihnen sind die vielen verschiedenen Anlässe möglich. Sie dankt allen, vor allem auch der Pfarrfamilie und den Ratsmitgliedern.

Hans Ulrich Schäfer gibt betreffend kirchliche Volksabstimmung zu bedenken, dass mit einer Verminderung des Synodalrates den einzelnen Mitgliedern mehr Macht zukommt. Er ruft die Vorkommnisse um Donald Hasler in Erinnerung. Es wäre ihm zuwider, wenn die Kirche enger statt offener würde.

Walter Ritz möchte, dass die Kirchenmitglieder vor den Versammlungen mit Informationen bedient würden. Er regt an, wie die Gemeinde eine Art Infobroschüre zu verschicken. Es ist bereits heute möglich, Budget und Rechnung zu beziehen, allerdings muss man dafür selber aktiv werden. Der Kirchgemeinderat nimmt die Anregung entgegen und prüft sie.

Hans Martin Kaiser würdigt die scheidende Präsidentin und dankt ihr für alles, was sie für die Kirchgemeinde Gerzensee getan hat. Nach dem ersten "Schock" brachte der Kirchgemeinderat Verständnis für die Demission von Vreni Lehmann auf, die eine neue Herausforderung annehmen will. Nach ihrer Wahl 1989 half sie als Mitglied in verschiedenen Bereichen der Kirche mit. 1996 übernahm sie Amt als Präsidentin. Es war sehr schön, mit Vreni Lehmann zusammen zu arbeiten. Ihr grosser, unermüdlicher Einsatz hat alle sehr beeindruckt. Ihr Schaffen war zielgerichtet, ohne je die andern zu überfahren. Sie arbeitete sehr viel, auch neben den Sitzungen und im Hintergrund. Das Arbeitspensum betrug sicher ca. 30 %. Zum Schluss liest Hans Martin Kaiser Worte zum Thema Führung von Laotse. Drei Ratsmitglieder überreichen Vreni Lehmann eine Kiwipflanze, einen Gutschein und einen Blumenstrauss als Dank für ihr jahrelanges, grosses Engagement zu Gunsten der Kirchgemeinde.

Vreni Lehmann bedankt sich herzlich für alle Unterstützung und das Wohlwollen während der letzten Jahre.

Schluss der Versammlung: 11.55 Uhr.

NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG

Die Präsidentin: Die Sekretärin:

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