17. November 2002

Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee, Sonntag, 17. November 2002, 10.40 Uhr, in der Kirche Gerzensee

  • Anwesend: Vorsitz: Kaiser Hans Martin
  • 22 stimmberechtigte Frauen und Männer
  • Protokoll: Zaugg Erna
  • Entschuldigungen: Ulrich Augstburger, Anna Schmid, Verena Tanner-Ernst

Der Präsident begrüsst die Anwesenden zum heutigen Anlass. Er stellt fest, dass die Versammlung ordnungsgemäss publiziert wurde und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmberechtigt sind.

Die Versammlung wählt den vom Präsidenten vorgeschlagenen Stimmenzähler Hans Bienz, Simmlernstrasse 6, einstimmig.

Die Abwicklung der Traktandenliste erfolgt gemäss der zweiten Publikation im Amtsanzeiger vom
14. November 2002. Das Geschäft „Besoldungs- und Spesenordnung“ wird als 3. Traktandum (statt als 5. wie am 17. Oktober 2002 abgedruckt) behandelt.


Verhandlungen

1. Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 2. Juni 2002.

Abstimmung: Dem Protokoll wird einstimmig die Genehmigung erteilt.

2. Finanzplan

Orientierung

Alle Anwesenden erhalten eine Kopie des Finanzplanes 2003 – 2008. Die Kassierin orientiert über das Schriftstück.

Seit einigen Jahren müssen nicht nur Einwohner-, sondern auch Kirchgemeinden Finanzpläne erstellen und nachführen. Die bestehende Liste ist kürzer geworden. Wir wollen nur grössere Ausgaben aufführen. Kleinere Aufwendungen werden ins Budget aufgenommen. Im Jahr 2003 stehen keine grösseren Investitionen auf dem Programm, für 2004 sieht man Fr. 80'000.— für die Sanierung von Dach und Dachstock im Kornhaus vor. Diese Arbeiten sollen im 2003 seriös geplant werden.

Es ist möglich, dass die Kirchgemeinde den Parkplatz erwerben kann. EDV-Kosten würden entstehen, wenn Nelli Eggimann ihr Amt niederlegen würde. Die Preise für Beamer sinken kontinuierlich.

Hans Ulrich Schäfer vermisst Investitionen für Übersinnliches. Er fragt sich, ob man nicht einmal eine Informationsveranstaltung für so etwas organisieren könnte. Wäre es nicht gut, wenn auch in Ideelles, nicht nur in Materielles investiert würde?

Solche Ausgaben gehörten gemäss den gesetzlichen Bestimmung in den Voranschlag und nicht in den Finanzplan. Die Kirchgemeinde ist diesbezüglich sicher noch an der Arbeit.

3. Besoldungs- und Spesenordnung

Orientierung, Genehmigung

Die neue Besoldungs- und Spesenordnung lag zur Einsichtnahme auf. Sie regelt die Besoldungen und Spesen von Mitarbeiterinnen, Angestellten sowie Behörde- und Kommissionsmitgliedern der Kirchgemeinde Gerzensee. Neu werden die Entschädigungen von Kassierin und Sekretärin in einem separaten Vertrag, die andern in einem Arbeitsvertrag geregelt. Die Kirchgemeindeversammlung kann über das Budget darauf Einfluss nehmen. Das Sitzungsgeld für den Kirchgemeinderat wurde von Fr. 20.— auf Fr. 30.— erhöht. Die Übernahme eines Ausfluges für den Rat (jährlich) und die kirchlich Mitarbeitenden ist neu auch aufgeführt.

Die Diskussionsmöglichkeit wird nicht benützt.

Abstimmung: Die neue Besoldungs- und Spesenordnung wird einstimmig genehmigt.

4. Voranschlag 2003

4.1 Orientierung, Beratung

Die Anwesenden erhalten einen Zusammenzug des neuen Voranschlages. Auf der Rückseite des kopierten Finanzplanes sind die Erläuterungen dazu schriftlich festgehalten. Nelli Eggimann orientiert darüber.

Vorgesehener Gesamtaufwand: Fr. 202’975

Vorgesehener Gesamtertrag: Fr. 221’115

Vorgesehener Ertragsüberschuss: Fr. 18’140

Der Steuerertrag wurde vorsichtig budgetiert. Es stehen noch viele Entscheide aus.

Die Kirchgemeinde kann einen erfreulichen Voranschlag präsentieren. Dies ist vor allem auf folgende Umstände zurückzuführen: Steuererhöhung, Neuzuzüger, abnehmende Belastung Kornhaus, niedrigere Schuldzinsen. Es bestehen noch Schulden beim Jordi-Legat sowie bei der Spar- + Leihkasse Münsingen (Fr. 30'000.--). Die finanzielle Entwicklung sieht somit positiv aus.

4.1 Genehmigung des Voranschlages und Festsetzung der Steueranlage

Der Steuerertrag im Budget wurde mit einem Steuersatz von 0,207 errechnet. Dieser entspricht der Anlage des letzten Jahres.

Es gehen keine Fragen zum Voranschlag ein.

Abstimmung: Das Budget für das Jahr 2003 sowie der unveränderte Steuersatz von 0,207 werden einstimmig genehmigt.

Der Präsident dankt der Kassierin für die sorgfältige Abfassung des Voranschlages.

5. Organisationsreglement (OgR)

Orientierung, Genehmigung

Die Organisationsreglemente müssen dem neuen Gemeindegesetz angepasst werden. Da unser gültiges Reglement bereits aus dem Jahr 1978 stammt, drängte sich eine Gesamterneuerung auf. Präsident, Kassierin und Sekretärin nahmen sich dieser Angelegenheit an. Sie gingen dabei vom Musterreglement des Kantons aus und entschieden, was für unsere Kirchgemeinde abgeändert, eingefügt oder weggelassen werden soll. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung hat die Endfassung vorgeprüft und für gut befunden. Der Kirchgemeinderat empfielt das Schriftstück ebenfalls zur Genehmigung. Das Organisationsreglement muss als gesetzliche Grundlage in jeder Kirchgemeinde vorhanden sein und kommt vor allem bei Unstimmigkeiten zum Tragen. Wir brauchten es bis anhin selten. Da das Reglement in den 30 Tagen vor der Versammlung öffentlich auflag, verzichtet der Präsident auf eine detaillierte Vorstellung.

Die Diskussion wird nicht gewünscht.

Abstimmung: Dem neuen Organisationsreglement wird einhellig zugestimmt.

6. Orientierungen

KUW

Franziska Tschanz hat als KUW-Mitarbeiterin der 2. Klasse demissioniert. Susanne Siegenthaler aus Oppligen übernimmt die Nachfolge. Frau Siegenthaler steigt mit den 2. Klässlern ein, später wird sie eventuell zusätzlich zwei Klassen (5. + 6.) von Hans Schneider unterrichten.

Bezirkssynode

Am 6. November 2002 fand die Herbstsynode wieder in Gerzensee statt. Im thematischen Teil informierte Frau Pfister über die Arbeit der Fachstelle für Ehe – Partnerschaft – Familie. Jede der zehn Kirchgemeinden des Amtes übernimmt jedes fünfte Jahr die Organisation einer Bezirkssynode (Frühjahr oder Herbst).

Pfarrhaus

Die Liegenschaftsverwaltung fragte uns an, ob die Kirchgemeinde Gerzensee das Pfarrhaus erwerben möchte.

Das Risiko, das ein Pfarrhauskauf für die Kirchgemeinde bedeuten würde, wäre jedoch viel zu hoch. Solange die Residenzpflicht besteht, wird die Liegenschaft sicher nicht anderweitig verkauft. Fällt diese weg, wäre es denkbar, dass der Staat das Pfarrhaus an Dritte veräussert. Das wiederum würde zu Problemen führen. Pfarrhaus, Kornhaus und Parkplatz befinden sich auf der gleichen Parzelle. Der Parkplatz liegt im Moment in der Landwirtschaftszone. Im Zuge der Ortsplanungsrevision wird dieser voraussichtlich der Zone für öffentliche Nutzung zugewiesen. Die Heizung für das Kornhaus befindet sich im Pfarrhaus.

7. Verschiedenes

Das Wort wird nicht gewünscht.

Hans Martin Kaiser dankt seinen Ratskolleginnen und –kollegen sowie Hans und Mechthild Schneider für die gute Zusammenarbeit. Ein Dankeschön für ihren Einsatz richtet er auch an Erika Jakob und alle andern Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirchgemeinde.


Schluss der Versammlung: 11.35 Uhr.

NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG

Der Präsident: Die Sekretärin:





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