16. November 2003

Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee, Sonntag, 16. November 2003, 10.40 Uhr, im Kornhaus Gerzensee

  • Anwesend: Vorsitz: Kaiser Hans Martin
  • 25 stimmberechtigte Frauen und Männe
  • Protokoll: Zaugg Erna
  • Entschuldigungen: Lehmann Stefan, Dietrich Margrit, Uebersax Ruth, Dubler Andreas

Der Präsident begrüsst die Anwesenden zur heutigen Versammlung. Er stellt fest, dass die Publika-tion ordnungsgemäss erfolgte und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmberechtigt sind.

Die Versammlung wählt die vom Präsidenten vorgeschlagene Stimmenzählerin Vreni Lehmann, Rüti-gässli 10, einstimmig.

Weder eine Abänderung oder das Verlesen der Traktandenliste werden verlangt.

Verhandlungen

1. Protokoll

Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 15. Juni 2003.

Abstimmung: Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

2. Finanzplan

Die Kassierin orientiert über den Finanzplan für die nächsten Jahre, welcher von der Versamm-lung nicht genehmigt werden muss. Da nur zwei Zahlen aufgeführt sind, teilt sie das Schriftstück nicht aus.

Die Toilette bei der Kirche soll saniert und, wie beim Kornhaus, behindertengerecht gestaltet wer-den. Die Kosten belaufen sich auf ca. Fr. 18'000.--. Das Geschäft gelangt voraussichtlich an der nächsten Versammlung zur Abstimmung. Kleinere Investitionen sind keine geplant. Der Finanz-plan enthält Fr. 250'000.— für eine Innenrenovation der Kirche (späterer, unbestimmter Ausfüh-rungstermin). Betreffend Parkplatz besteht nun mit der Gemeinde eine Unterhalts-Regelung, da viele Gemeindebürgerinnen und –bürger ihre Fahrzeuge darauf abstellen. Nelli Eggimann dankt dem Wegmeister für seine Arbeit. Punkto Investitionen im Zusammenhang mit Spiritualität in der Kirche gibt es noch keine Vorschläge. Mit dem Leitbild könnte sich etwas ergeben.

Das Eigenkapital betrug am 1.1.2003 Fr. 83'391.45, das heisst, doppelt soviel wie 1996.

Mechthild Schneider fragt, ob man bei der Kirchen-Innenrenovation auch die Beleuchtung an-schaue. Das Projekt wurde noch nicht konkret diskutiert. Dieser Anspekt wird sicher auch mit einbezogen.

Der Zustand des Kornhausdachs ist weniger schlecht als angenommen, doch die Sanierung muss trotzdem in den nächsten Jahren erfolgen.

3. Voranschlag 2004

3.1 Orientierung, Beratung

Die Anwesenden erhielten einen Zusammenzug des Budgets, sowie Informationen dazu. Nelli Eggimann erläutert den Voranschlag anhand dieser Unterlagen.

Willy Schärer möchte wissen, weshalb der Ertrag im Konto 469.02 (Ertrag aus Kollekten zG Kollektenkasse) in der Rechnung 2002 Fr. 16'000.— betrug und für 2004 nur mit Fr. 2'500.—budgetiert ist. Im Jahr 2002 gingen mehrere grössere Spenden in Form von Schenkungen ein.

3.2 Genehmigung einer neuen wiederkehrenden Ausgabe (gemäss Art. 16 f OgR)

Der obgenannte Artikel des neuen Organisationsreglementes schreibt vor, dass neue, wieder-kehrende Ausgaben von mehr als Fr. 5'000.— von der Kirchgemeindeversammlung geneh-migt werden müssen. Wir nahmen an, dass mit den neuen Anstellungen in der KUW die Lohn-Differenz diese Grenze übersteigen würde. Wider Erwarten beträgt diese nun nur Fr. 2'530.--. Aus diesem Grund ist keine Genehmigung nötig.

3.3 Festsetzung der Steueranlage

Der Kirchgemeinderat beantragt, die Steuer bei 2,07 Einheiten unverändert zu belassen. Bei den anstehenden Investitionen macht eine Senkung keinen Sinn.

Es meldet sich niemand zu Wort.

Abstimmung: Die Steueranlage wird unverändert auf 2,07 Einheiten festgesetzt.


3.4 Genehmigung des Voranschlages

Die Budgetierung erfolgte vorsichtig. Die konjunturelle Entwicklung sollte sich verbessern.

Abstimmung: Der Voranschlag 2004 wird einstimmig genehmigt.

4. Wahlen

Wiederwahl eines Rechnungsrevisors

Andreas Dubler, Panoramaweg 4, steht nach 4 Jahren zur Wiederwahl. Wir freuen uns, dass er sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellt.

Abstimmung: Andreas Dubler wird einstimmig als Rechnungsrevisor der Kirchgemeinde Gerzen-see wiedergewählt.

5. Orientierungen

Leitbild

Das Leitbild wurde gestern fertig liegt heute vor. Der Präsident orientiert über den Werdegang die-ses Schriftstücks, der sich über ca. zwei Jahre hinzog. Der Auftakt erfolgte am 11. September 2001, an einer Retraite im „Appenberg“ im Mai 2002 leistete der Kirchgemeinderat mit einer Fach-frau den grössten Teil der Arbeit. Mit einer Orientierungsversammlung wurde auch die Bevölke-rung einbezogen. Prisca Scheidegger sorgte für das gelungene Layout und den Druck des Wer-kes. Mit dem Vorliegen des gedruckten Leitbildes ist es jedoch noch nicht getan. Es soll auch ge-lebt werden. Bei der Umsetzung braucht es auch das Mitwirken der ganzen Kirchgemeinde. Im Januar 2004 wird das Leitbild an alle Haushaltungen verschickt. Es steht noch eine letzte Zusam-menkunft mit Frau Lüthi an, die uns bei der Erstellung des Leitbildes begleitete, wo es um das wei-tere Vorgehen geht.

Saemann

Hans Schneider orientiert über die Änderungen im Bereich Gemeindeseiten. Die Druckerei will nicht mehr für jede Kirchgemeinde separate Gemeindeseiten drucken. Aus diesem Grund schlies-sen sich die Kirchgemeinden Wichtrach, Kirchdorf, Thierachern und Gerzensee (aus drei Amtsbe-zirken) zusammen und werden ab Januar 2004 die gleiche, aus zwei Blättern bestehende, Ge-meindebeilage erhalten. Der Pfarrer erklärt die bisherige und die neue Version. Es entstehen keine Mehrkosten. Mit dieser Zusammenarbeit wird es möglich, auch über die Anlässe benachbarter Kirchgemeinde informiert zu sein. Auf der oberen Hälfte der 1. Seite erscheint jeweils ein Leitar-tikel, welchen die Beteiligten im Turnus verfassen. Gerzensee muss zweimal jährlich einen Text beisteuern. Wir sind froh, wenn auch Personen ausserhalb des Kirchgemeinderates diesbezüglich aktiv werden.

Inspektion

Der Regierungsstatthalter führte die gesetzlich vorgeschriebene Inspektion durch, die in Gerzensee während Jahrzehnten nie erfolgte. Er zeigte sich zufrieden. Lediglich das Archiv muss einmal überarbeitet und strukturiert werden.

Pfarrhaus

Der Präsident orientiert, dass der Kanton der Kirchgemeinde das Pfarrhaus verkaufen möchte. Da das Kornhaus mit dem Pfarrhaus zusammenhängt, ist es wichtig, unsererseits diesbezüglich nichts zu verpassen. Deshalb zeigt der Kirchgemeinderat ein gewisses Interesse, sodass der Kanton nun eine Offerte erarbeitet. Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird dies für uns jedoch ein zu grosser „Brocken“ sein.

Beschlüsse der Synode

Die Synode fasste folgende, auch für unsere Kirchgemeinde relevante Beschlüsse:

- Kirchliche Trauungen ausserhalb der Kirche wurden zwar schon heute (auch bei uns) vollzogen, doch man bewegte sich damit in einer „Grauzone“. Nun sind diese Hochzeiten auch gesetzlich erlaubt.

- Neu sind auch Kindersegnungen (anstelle von Taufen) offiziell möglich.

- Bisher sah die Kirchenordnung zwingend jeden Sonntag einen Gottesdienst vor. Die Synode änderte nun ihre Meinung, sodass wir zukünftig ganz legal Gottesdienste ausfallen lassen kön-nen. Da die Vertretergottesdienste meistens schlecht besucht sind, will der Kirchgemeinderat diese im 2004 von 13 auf 10 reduzieren. Man könnte stattdessen einen Fahrdienst in eine Nach-bargemeinde organisieren.

Berggottesdienst

Gerzensee ist 2004 erneut zuständig für die Organisation des Berggottesdienstes auf dem Gur-nigel. Weshalb wir nach vier Jahren schon wieder an der Reihe sind, weiss niemand.

Interessengemeinschaft Kirchgemeinden

Auf eine entsprechende Anfrage hin beschloss der Kirchgemeinderat, die Gründung des obge-nannten Zusammenschlusses zu unterstützen und der Interessengemeinschaft beizutreten. Auf diese Weise soll den Kirchgemeinden mehr Mitsprache möglich sein.

6. Verschiedenes

Sonja Winkler orientiert, dass Hans Schneider dem Kirchgemeinde anlässlich einer Sitzung das Leitbild, untermalt mit Bildern verschiedener kirchlicher Anlässe und Musik, vorstellte. Sie möchte gern, dass auch eine breiteren Öffentlichkeit in den Genuss dieser Präsentation kommen kann – vielleicht an einem Abend mit Diskussion über das Leitbild.

Der Präsident dankt dem Pfarrer für seinen grossen Einsatz in der anspruchsvollen Tätigkeit, den Ratskolleginnen und –kollegen, vor allem Hans Bienz für seine umfangreiche Arbeit im Bereich Jugendarbeit (Umstrukturierung KUW, Jugendtreff). Die Versammlung honoriert das Engagement mit Applaus.

Alle, die nicht speziell erwähnt wurden, sind ebenfalls in den Dank eingeschlossen. Es sind viele, die in unserer Kirchgemeinde mitwirken.


Schluss der Versammlung: 11.30 Uhr.


NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG

Der Präsident: Die Sekretärin:



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